Der Tourismus ist für Nordhorn zu einem starken Wirtschaftsfaktor geworden. Wie wollen Sie Nordhorn hier weiterentwickeln? Und in dem Zusammenhang: Wo sollen Besucher von auswärts Parkraum finden? Benötigt Nordhorn eine andere Verkehrsstruktur?
Nordhorn profitiert von seiner Wasserlage, dem gut ausgebauten Radwegenetz und der direkten Anbindung an das Grafschafter Radwegenetz sowie die Niederlande. Diese hervorragenden Voraussetzungen sollten stärker für einen naturverbundenen Tourismus genutzt werden. Radtourismus und die Möglichkeiten unserer Wasserstraßen müssen besser miteinander verknüpft und weiterentwickelt werden.
Gerade die Nähe zu den Niederlanden bietet große Chancen für den Tagestourismus. Die „Fiets“-Affinität unserer niederländischen Nachbarn und deren Interesse am deutschen Einzelhandel sollten gezielt genutzt werden. Ein von der IPG seit Jahren geforderter Campingplatz sowie gut ausgebaute und ausgeschilderte Wohnmobilstellplätze wären weitere wichtige Bausteine für einen attraktiven Tourismusstandort.
Das vorhandene Parkraumangebot mit den Großparkplätzen ist grundsätzlich ausreichend und sollte erhalten bleiben. Statt der heutigen statischen Parkplatzpläne braucht Nordhorn jedoch ein modernes digitales Parkleitsystem. Es kann den Parksuchverkehr reduzieren und Besucher gezielt zu freien Parkmöglichkeiten führen.
Auch der Verkehr in und um die Innenstadt muss neu gedacht werden. Auf Straßen wie Gildehauser Weg, Denekamper Straße, Bentheimer Straße, Neuenhauser Straße und Veldhauser Straße sollte Durchgangsverkehr konsequenter von innerstädtischem Verkehr getrennt werden. Die vorhandenen Umgehungsstraßen müssen stärker genutzt werden, um die Einfallstraßen und damit auch die Innenstadt zu entlasten.
