Kinder, Jugend & Bildung

Perspektiven vor Ort schaffen

Eine familienfreundliche Grafschaft endet nicht bei der Kinderbetreuung sie zeigt sich vor allem darin, welche Perspektiven wir unseren Kindern und Jugendlichen bieten. Unser Anspruch ist klar: Junge Menschen sollen in der Grafschaft nicht nur aufwachsen, sondern hier Zukunft sehen.

Gerade für Jugendliche ab 13 Jahren besteht aktuell ein deutliches Defizit. Während zahlreiche Angebote für jüngere Kinder vorhanden sind, fehlen attraktive Treffpunkte für ältere Jugendliche. Wir wollen das verändern. Jugendcafés, moderne Jugendspielplätze und offen zugängliche Treffpunkte müssen in allen Städten unserer Grafschaft selbstverständlich sein. Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich begegnen können unabhängig von Konsum und mit echten Gestaltungsmöglichkeiten.

Eine zentrale Rolle spielen hierbei unsere Sportvereine. Sie sind weit mehr als Freizeitangebote sie vermitteln Werte, stärken den Zusammenhalt und fördern die persönliche Entwicklung. Dieses Engagement wollen wir gezielt unterstützen, insbesondere dort, wo Vereine zusätzliche Angebote für Jugendliche schaffen.

Gleichzeitig dürfen bestehende Angebote nicht vernachlässigt werden. Anlagen wie die Skaterbahn am Ferienpark in Nordhorn sind wichtige Treffpunkte, die dringend gepflegt und modernisiert werden müssen. Wer Jugendliche ernst nimmt, muss ihnen auch attraktive und zeitgemäße Infrastruktur bieten.

Auch Jugendzentren müssen wieder stärker in den Fokus rücken. Insbesondere für die Altersgruppe zwischen 13 und 18 Jahren brauchen wir verlässliche und aktiv gestaltete Angebote. Einrichtungen wie das Jugendzentrum in Nordhorn sollen gezielt reaktiviert und weiterentwickelt werden als Orte der Begegnung, Förderung und Orientierung.

Ein starker Landkreis beginnt jedoch bereits bei den Jüngsten. Der bedarfsgerechte Ausbau der Kita-Angebote bleibt daher eine zentrale Aufgabe. Familien brauchen verlässliche Betreuung flächendeckend und planbar.

Im schulischen Bereich setzen wir auf mehr Vielfalt und Profilbildung. Schulen müssen stärker auf unterschiedliche Talente und Interessen eingehen können. Insbesondere die Oberschulen sollen klare eigene Schwerpunkte entwickeln. Dafür ist es notwendig, die Schulbezirke zu öffnen und Eltern sowie Schülerinnen und Schülern mehr Wahlfreiheit zu ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Inklusion. Schulen leisten hier bereits viel, stoßen jedoch zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb müssen sie deutlich stärker personell und strukturell unterstützt werden. Inklusion darf kein Anspruch auf dem Papier bleiben, sondern muss im Alltag funktionieren.

Gleichzeitig wollen wir junge Menschen stärker für praktische und handwerkliche Berufe begeistern. Das Handwerk ist eine tragende Säule unserer Grafschaft. Schulpatenschaften mit Unternehmen aus Industrie und Handwerk können Schülerinnen und Schüler frühzeitig Orientierung geben und Perspektiven aufzeigen. Dabei gilt, gerade die schwächsten Schülerinnen und Schüler müssen wir intensiver unterstützen, um echte Chancengerechtigkeit zu ermöglichen.

Ein zentrales Zukunftsprojekt ist der Campus Berufsbildende Schulen. Hier entsteht die Grundlage für moderne, praxisnahe Ausbildung in unserer Region. An dieser Stelle darf nicht gespart werden, denn Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft der Grafschaft.

Ziel: Der familienfreundlichste Landkreis Deutschlands

Unser Anspruch ist klar: Die Grafschaft Bentheim soll zur ersten Wahl für Familien in Deutschland werden. Wir wollen einen Landkreis, in dem Familien nicht nur leben, sondern sich bewusst niederlassen, bleiben und ihre Zukunft gestalten. Dafür braucht es mehr als gute Absichten. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen, eine moderne Infrastruktur und echte Perspektiven für Kinder und Eltern gleichermaßen.

Familie und Beruf dürfen heute kein Gegensatz mehr sein. Wer sich für Kinder entscheidet, darf daraus keine beruflichen Nachteile erfahren. Im Gegenteil, eine familienfreundliche Region zeichnet sich dadurch aus, dass sie Karriere und Familie ermöglicht. Dafür sind verlässliche, planbare und ausreichend verfügbare Kita-Plätze und Personal unerlässlich. Eltern brauchen Sicherheit im Alltag, und Unternehmen brauchen motivierte Fachkräfte, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren können.

Ein zentraler Schlüssel liegt dabei in den Betreuungszeiten. Der Lebensalltag von Familien ist vielfältig und richtet sich nicht nach starren Öffnungszeiten. Frühdienste, flexible Arbeitszeiten oder Pendelwege gehören für viele selbstverständlich dazu. Unsere Kitas müssen sich an diese Realität anpassen und nicht umgekehrt. Flexible, bedarfsgerechte Betreuungsangebote sind daher kein Luxus, sondern eine notwendige Grundlage für eine funktionierende Familienpolitik.

Gleichzeitig ist klar, eine gute Kinderbetreuung ist ein entscheidender Baustein für echte Gleichberechtigung. Ohne qualitativ hochwertige Betreuung haben insbesondere Mütter häufig schlechtere Chancen im Berufsleben. Wer Gleichberechtigung ernst meint, muss deshalb konsequent in Betreuung investieren sowohl personell, strukturell als auch finanziell.

Ganztagsbetreuung spielt dabei eine zentrale Rolle. Für viele Familien ist sie keine Option, sondern eine Voraussetzung, um ihren Alltag zu bewältigen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass ganztägige Betreuungsangebote flächendeckend und selbstverständlich verfügbar sind mit hoher Qualität und Verlässlichkeit.

Darüber hinaus wollen wir Familien auch ganz konkret unterstützen und wertschätzen. Ein Babybonus in Höhe von 1.000 Euro setzt ein klares Zeichen: Familien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Diese Leistung verdient Anerkennung nicht nur in Worten, sondern auch in konkreter Unterstützung. Der Babybonus in der Grafschaft steht allen Familien offen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben. Gleichzeitig setzen wir einen klaren Schwerpunkt auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eltern, die erwerbstätig sind oder in Elternzeit Verantwortung tragen, werden besonders berücksichtigt.

Uns ist wichtig: Jede Form von Arbeit zählt, ob Vollzeit, Teilzeit oder selbstständig. Familienrealitäten sind vielfältig, und genau darauf richten wir unsere Politik aus.

Damit die Unterstützung nachhaltig wirkt, wird ein Teil des Bonus an einen dauerhaften Wohnsitz in der Grafschaft gekoppelt. So stellen wir sicher, dass wir gezielt die Familien stärken, die hier leben, arbeiten und unsere Zukunft mitgestalten.

Gleichzeitig müssen wir neue Wege gehen, um den Herausforderungen im Bereich der Kinderbetreuung zu begegnen. Der Fachkräftemangel ist real aber er ist auch eine Chance, kreative Lösungen zu entwickeln. Warum nicht die Erfahrung und das Engagement älterer Generationen stärker einbinden? Viele Großeltern verfügen über Zeit, Wissen und den Wunsch, sich einzubringen. Dieses Potenzial sollten wir gezielt nutzen und in moderne Betreuungskonzepte integrieren.

Unser Ziel ist ambitioniert, aber erreichbar. Die Grafschaft Bentheim als familienfreundlichsten Landkreis Deutschlands zu etablieren. Das gelingt, wenn wir konsequent vom Alltag der Familien her denken und politische Entscheidungen daran ausrichten. Familienfreundlichkeit ist kein Einzelprojekt sie ist ein Standortfaktor, ein Wettbewerbsvorteil und vor allem eine Investition in unsere Zukunft.

Die Initiative „Pro Grafschaft“ steht für diesen Anspruch klar, pragmatisch und zukunftsorientiert.

Initiative Pro Grafschaft
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